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Carl L. Auer zum Thema "die wirklichkeit des konstruktivismus"

Frühe Bildung

aktuell

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Lehrbuchreihe

Entwicklung und Bildung in der
Frühen Kindheit

lehrbuchl

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Heidelberger Erklärung
zur
frühkindlichen und Elementarbildung

Lehrbuchreihe
Entwicklung und Bildung in der Frühen Kindheit


Lehrbuchreihe im Kohlhammer Verlag Stuttgart
herausgegeben von Manfred Holodynski, Dorothee Gutknecht
und Hermann Schöler

Zum Kohlhammer-Verlag und zum Flyer der Lehrbuchreihe

Die Lehrbuchreihe „Entwicklung und Bildung in der Frühen Kindheit“ will Studierenden und Fachkräften das notwendige Grundlagenwissen vermitteln, wie die Bildungsarbeit im Krippen- und Elementarbereich gestaltet werden kann. Die Lehrbücher schlagen eine Brücke zwischen dem aktuellen Stand der einschlägigen wissenschaftlichen Forschungen zu diesem Bereich und ihrer Anwendung in der pädagogischen Arbeit mit Kindern. 
Die einzelnen Bände legen zum einen ihren Fokus auf einen ausgewählten Bildungsbereich, wie Kinder ihre sozio-emotionalen, sprachlichen, kognitiven, mathematischen oder motorischen Kompetenzen entwickeln. Hierbei ist der Leitgedanke darzustellen, wie die einzelnen Entwicklungsniveaus der Kinder und Bildungsimpulse der pädagogischen Einrichtungen ineinandergreifen und welche Bedeutung dabei den pädagogischen Fachkräften zukommt. Die Reihe enthält zum anderen Bände, die zentrale bereichsübergreifende Probleme der Bildungsarbeit behandeln, deren angemessene Bewältigung maßgeblich zum Gelingen beiträgt. Dazu zählen Fragen, wie pädagogische Fachkräfte ihre professionelle Responsivität den Kindern gegenüber entwickeln, wie sie Gruppen von Kindern stressfrei managen oder mit Multikulturalität, Integration und Inklusion umgehen können. Die einzelnen Bände bündeln fachübergreifend aktuelle Erkenntnisse aus den Bildungswissenschaften wie der Entwicklungspsychologie, Diagnostik sowie Früh- und Sonderpädagogik und bereiten für den Einsatz in der Aus- und Weiterbildung, aber ebenso für die pädagogische Arbeit vor Ort vor. Die Lehrbuchreihe richtet sich sowohl an Studierende, die sich in ihrem Studium mit der Entwicklung und institutionellen Erziehung von Kindern befassen, als auch an die pädagogischen Fachkräfte des Elementar- und Krippenbereichs.

Portrait der Herausgeber/Herausgeberin

Die Herausgeberin und die Herausgeber sind (oder waren) in der Aus- und/oder Weiterbildung von Früh- und Elementarpädagogen und -pädagoginnen aktiv:

Prof. Dr. Manfred Holodynski, Dipl.-Psychologe und Professor am Institut für Psychologie in Bildung und MHErziehung an der Universität Münster, ist Projektleiter (mit Dorothee Seeger, Dipl.-Psychologin) des von der Robert Bosch-Stiftung finanzierten BiKo-Projektes: „Bildung im Kindergarten organisieren“, das mit großem Erfolg in Kindertageseinrichtungen im Raum Münster, Bielefeld, Mannheim und Heidelberg erprobt wurde (s. www.uni-muenster.de/biko). Neben dem Bereich der Professionalisierung des KiTa-Personals liegt ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf der Erforschung der kindlichen Emotionsentwicklung.

Prof. Dr. Dorothee Gutknecht, Dipl.-Pädagogin, Logopädin und Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin, ist DGProfessorin für Pädagogik der frühen Kindheit an der Evangelischen Hochschule Freiburg und leitet den Bachelor-Studiengang „Pädagogik der Kindheit“. Arbeitsschwerpunkte sind die U3/Krippenarbeit und die Professionelle Responsivität von pädagogischem Fachpersonal. Sie war maßgeblich am Aufbau des Bachelor-Studiengangs „Frühkindliche und Elementarbildung“ an der PH Heidelberg beteiligt.
Prof. i. R. Dr. Hermann Schöler, Dipl.-Psychologe, war Professor für "Entwicklungspsychologie der HSfrühen und mittleren Kindheit" und für "Psychologie in sonderpädagogischen Handlungsfeldern mit dem Schwerpunkt Lern- und Entwicklungsstörungen und ihre Diagnostik" an der PH Heidelberg. Zusammen mit Prof. Dr. Marcus Hasselhorn und Prof. Dr. Wolfgang Schneider leitete er die wissenschaftliche Begleitung des Projekts „Schulreifes Kind“ des Landes Baden-Württemberg. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich des Spracherwerbs. Zusammen mit Frau Prof. Dr. Gutknecht und Herrn Dr. Greiner hat er den Bachelor-Studiengang „Frühkindliche und Elementarbildung“ an der PH Heidelberg entwickelt, implementiert und bis 2010 geleitet.

Bisher sind erschienen:

  1. Behinderte Kinder in inklusiven Kindertagesstätten
    (Klaus Sarimski)

  2. Bildung in der Kinderkrippe. Wege zur Professionellen Responsivität (Dorothee Gutknecht)

  3. Kinder begreifen Mathematik. Frühe mathematische Bildung und Förderung.
    (Jens Holger Lorenz)

  4. Spracherwerb und Sprachförderung in der KiTa
    (Tobias Ruberg & Monika Rothweiler)

  5. Motorik und Wahrnehmung im Kindesalter. Eine neuropädagogische Einführung (Henning Rosenkötter)

  6. Spielen. Frühes Lernen in Familie, Krippe und Kindergarten
    (Bernhard Hauser)

  7. Kultursensitive Frühpädagogik
    (Jörn Borke & Heidi Keller)

  8. Mädchen und Jungen in der KiTa. Körper, Gender, Sexualität
    (Tim Rohrmann & Christa Wanzeck-Sielert)

  9. Gruppen im Elementarbereich
    (Rainer Dollase)

  10. Kinder zeichnen, malen und gestalten
    (Georg Peez)

  11. Essen und Ernährungsbildung in der KiTa. Entwicklung – Versorgung – Bildung
    (Barbara Methfessel, Kariane Höhn & Barbara Miltner-Jürgensen)

Die Reihe wird fortgeführt. Derzeit befinden sich weitere zehn Bände im Druck oder in Vorbereitung. Unter Aktuelles werden die neuen Bände angekündigt.

Nähere Informationen zu den einzelnen Lehrbüchern

Klaus Sarimski (2012).
Behinderte Kinder in inklusiven Kindertagesstätten.
Stuttgart: Kohlhammer.

Sarimski

2012. 162 Seiten. Kart. € 22,90
ISBN 978-3-17-021095-0

Aus dem Vorwort der Herausgeberin und der Herausgeber

Im vorliegenden Band „Behinderte Kinder in inklusiven Kindertagesstätten“ zeigt der anerkannte Experte für Frühförderung und Psychologie Klaus Sarimski ermutigende praktische Wege auf, wie die soziale Partizipation dieser Kinder in Kinderkrippen und Kindertageseinrichtungen kompetent unterstützt werden kann. Dabei geht es um Kinder, die durch körperliche Behinderung, kognitive Behinderung oder eingeschränkte Hör-, Seh- oder Sprachfähigkeiten in ihrer Mobilität und Kommunikation sowie in der Verarbeitung von Sinneseindrücken aus ihrer Umwelt und in ihrer sozialen Beteiligung am Gruppengeschehen eingeschränkt sind. Klaus Sarimski trägt die verfügbaren empirischen Kenntnisse über die Probleme der sozial-emotionalen Entwicklung bei Kindern mit Sehschädigung, Hörschädigung, eingeschränkter Mobilität, schweren sprachlichen und kognitiven Behinderungen (mit und ohne autistischen Verhaltensmerkmalen) übersichtlich und verständlich zusammen und beschreibt in pointierter Weise die besonderen Hilfebedürfnisse der Kinder und praktische Möglichkeiten zu ihrer Unterstützung. Der Autor vermittelt umfassende und anregende Informationen für ein systematisches Vorgehen zur Planung pädagogischen Handelns, das auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes abgestimmt ist.

Münster, Freiburg und Heidelberg im Juli 2011
Manfred Holodynski, Dorothee Gutknecht und Hermann Schöler

Dorothee Gutknecht (2012).
Bildung in der Kinderkrippe.
Wege zur Professionellen Responsivität.
Stuttgart: Kohlhammer

2., überarbeitete Auflage 2015

Gutknecht

2015. 190 Seiten. Kart. € 29,99
ISBN 978-3-17-028460-9

Aus dem Vorwort der 2. Auflage der Herausgeberin und der Herausgeber

Im Band »Bildung in der Kinderkrippe – Wege zur Professionellen Responsivität«, der hier in der zweiten bearbeiteten Auflage vorliegt, erläutert die anerkannte Expertin für Krippenpädagogik, Dorothee Gutknecht, Professorin und Studiengangsleiterin im Bachelor Studiengang Pädagogik der Kindheit an der Evangelischen Hochschule Freiburg, die eigentliche Kernkompetenz pädagogischer Fachkräfte im Umgang mit kleinen Kindern: Die Fähigkeit, Verhalten und Körpersignale von Kindern zutreffend einschätzen und responsiv und einfühlsam auf sie eingehen zu können. Dies in der alltäglichen Praxis zu gewährleisten, legt den Grundstein für eine positive Entwicklung. Das Buch zeigt auf, wie pädagogische Fachkräfte eine solche Professionelle Responsivität in den alltäglichen Fütter- und Wickelinteraktionen, beim alltäglichen Sprechen und Geschichtenerzählen, den frühen Bildungsprozessen im Bereich Sprache oder Kunst und insbesondere in der Regulation kindlicher Emotionen lernen und praktizieren können. Das Buch stellt das dazu notwendige Fach- und Handlungswissen in übersichtlicher und praxisbezogener Weise zusammen. Die Herausforderungen des geteilten Betreuungsfeldes werden aufgezeigt, denn die Betreuungsfelder in der Familie und in der Institution müssen für das Kind in eine gute Balance gebracht werden. Anders als Eltern steht eine Pädagogin oder ein Pädagoge in der Institution auch vor der Herausforderung, sich im Sinne einer inklusiven Ausrichtung auf umfangreiche Vielfalt abstimmen zu müssen. Das Lehrbuch behandelt daher nicht nur den Umgang mit kleinen Kindern unterschiedlichen Geschlechts, aus unterschiedlichen Kulturen und den Umgang mit Kindern mit Behinderungen. Es zeigt zudem auf, dass Responsivität auch in der Zusammenarbeit mit Eltern und im Teamkontext erforderlich ist.
In der zweiten Auflage sind einige Änderungen und Ergänzungen vorgenommen worden, denn das Feld ist durch den Krippenausbau sehr in Bewegung geraten. Präzisiert wurde daher der Teil Was ist Professionelle Responsivität? Erweitert wurde das Lehrbuch um Ausführungen zu den Mikrotransitionen als der Gestaltung der Übergänge im Alltag einer Institution zum Beispiel vom Essen zum Schlafen. Auch die Ausführungen zum Essen- und Trinkenlernen in der Kinderkrippe wurden erweitert um die Organisations- und Beziehungsaspekte bei der Mahlzeitengestaltung.

Münster, Freiburg und Heidelberg im Mai 2015
Manfred Holodynski, Dorothee Gutknecht und Hermann Schöler

Jens-Holger Lorenz (2012).
Kinder begreifen Mathematik.
Frühe mathematische Bildung und Förderung.
Stuttgart: Kohlhammer.

NEU 2. Auflage 2016

Lorenz-2

2016. 218 Seiten. Kart. € 34,00
ISBN 978-3-17-029374-8

Aus dem Vorwort der 1. Auflage der Herausgeberin und der Herausgeber

Im vorliegenden Band „Kinder begreifen Mathematik – Frühe mathematische Bildung und Förderung“ beschreibt der Mathematikdidaktiker und Psychologe Jens Holger Lorenz die Entwicklung, Diagnose und Förderung der wesentlichen Lernvoraussetzungen, die Kinder im Laufe des Vorschulalters für einen erfolgreichen Erwerb der Mathematik erwerben sollten. Schon das sehr junge Kind beschäftigt sich mit dem Umgang mit Zahlen, Formen, Mustern und Größen wie Längen, Gewichten und Zeiten.
Im Buch werden die Entwicklungsmeilensteine der mathematischen Begriffsbildung bei Kindern bis zum Alter von 10 Jahren fundiert und zugleich anschaulich erläutert, ihre selbstentwickelten Einsichten in numerische Zusammenhänge, ihre stolzen Aha-Erlebnisse, aber auch ihre möglichen Irrwege und Verständnisklippen. Daher ist das Buch nicht nur für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen, sondern auch für Lehrkräfte im Anfangsunterricht Mathematik eine lesenswerte Einführung. Das Buch offenbart auch für den erwachsenen Leser noch staunenswerte Einsichten über die scheinbar so einfachen Lernvoraussetzungen, die für das Verständnis mathematischer Zusammenhänge notwendig sind und deren verzögerte Aneignung das schulische Lernen massiv beeinträchtigen kann. Die Diagnose dieser Entwicklungsmeilensteine und ihrer Störungen wird praxisorientiert erläutert und darauf abgestimmte Bildungs- und Fördermöglichkeiten anhand eingängiger und reich bebilderter Beispiele vorgestellt. Dabei nimmt  das Buch den Alltag in den Einrichtungen in den Blick und greift vielfältige und leicht herstellbare Situationen auf, in denen geometrische Formen und Maßeinheiten untersucht und mathematische Strukturen und Regelhaftigkeiten anschaulich erlebbar werden. Durch eine solche Einbindung in alltägliche Abläufe erfahren Kinder, wie hilfreich ihnen die Mathematik zum Verständnis ihrer Lebenswelt sein kann, so dass sie sich gewappnet den schulischen Anforderungen stellen können.

Münster, Freiburg und Heidelberg im Januar 2012
Manfred Holodynski, Dorothee Gutknecht und Hermann Schöler

Tobias Ruberg & Monika Rothweiler (2012).
Spracherwerb und Sprachförderung in der KiTa
.
Stuttgart: Kohlhammer.

Ruberg

2012. 202 Seiten. Kart. € 24,90
ISBN 978-3-17-021390-6

Aus dem Vorwort der Herausgeberin und der Herausgeber

Im vorliegenden Band „Spracherwerb und Sprachförderung in der KiTa“ greifen die Sprach- und Erziehungswissenschaftler Tobias Ruberg und Monika Rothweiler von der Universität Bremen einen Dreh- und Angelpunkt der elementaren Bildungsarbeit auf, wie nämlich Kinder, die nur über unzureichende Deutschkenntnisse verfügen, im Rahmen einer Kindertageseinrichtung sprachlich gefördert werden können. Ein erfolgreicher Spracherwerb stellt heutzutage eine Schlüsselkompetenz dar, um Schule und Berufsausbildung meistern und erfolgreich am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. 
Die Autoren verstehen es im wohltuenden Kontrast zu den unzähligen unergiebigen Büchern zu dieser Thematik, die alltäglichen Fördermöglichkeiten des Spracherwerbs in der KiTa in einer anschaulichen und inspirierenden Weise zu beschreiben. Sie verbinden ihre detaillierten Förderleitlinien mit einer lesenswerten Einführung, wie Kinder die deutsche Sprache erlernen, wie sie sich ihre Sprechlaute, Wörter und grammatischen Strukturen in den alltäglichen Kommunikationen zu Eigen machen. Dabei wird die sprachliche Entwicklung aus einer sprachwissenschaftlichen Perspektive betrachtet, aus der heraus auch die vielen Sprachförderprogramme kritisch gewürdigt und praxisbezogene Empfehlungen ausgesprochen werden. Die wertvollen und eingängigen Beispiele lassen im Leser auch eine klare Vorstellung entstehen, woran man den sprachlichen Entwicklungsstand von Kindern erkennt und wie man eine Sprachförderung im KiTa-Alltag planen und verankern kann. Kinder gezielt zum Sprechen, Sprechen und nochmals Sprechen über für sie bedeutsame Geschehnisse und Anliegen anzuregen und durch geeignete Sprachlehrstrategien zu unterstützen, das ist das „Geheimnis“ einer erfolgreichen Sprachförderung. Das Buch von Ruberg und Rothweiler ist der Türöffner zu diesem Geheimnis.

Münster, Freiburg und Heidelberg im März 2012
Manfred Holodynski, Dorothee Gutknecht und Hermann Schöler

Henning Rosenkötter (2012).
Motorik und Wahrnehmung im Kindesalter.
Eine neuropädagogische Einführung.
Stuttgart: Kohlhammer.

Rosenkoetter

2012. 220 Seiten. Kart. € 32,00
ISBN 978-3-17-021386-9

Aus dem Vorwort der Herausgeberin und der Herausgeber

An Kindertageseinrichtungen wird heute der Anspruch gestellt inklusiv zu arbeiten und damit allen Kindern ob Junge oder Mädchen, ob mit oder ohne Behinderung, ob mit oder ohne Zuwanderungsgeschichte ein abgestimmtes pädagogisches Angebot zu machen. Gerade für die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachkräften aus Medizin und Therapie sind hierfür neue Wissensbestände erforderlich. Im vorliegenden Band stellt der durch zahlreiche Veröffentlichungen und engagierte Fortbildungstätigkeit bekannte Kinderarzt und ehemalige Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums Ludwigsburg Dr. Henning Rosenkötter, zentrales medizinisches Grundlagenwissen für die Entwicklungsbereiche von Motorik und Wahrnehmung unter einer neuropädagogischen Perspektive zusammen. Der Bogen ist weit gespannt und reicht von grundlegenden Entwicklungsfragen der Motorik – einschließlich neuer Befunde zur Händigkeit – und der Wahrnehmung – hier wird auch auf Fragen zu so spezifischen Bereichen wie Lärmbelastung eingegangen – bis hin zu den Emotionen und der Bedeutung der Spiegelneurone.

Münster, Freiburg und Heidelberg im August 2012
Manfred Holodynski, Dorothee Gutknecht und Hermann Schöler

Bernhard Hauser (2013).
Spielen. Frühes Lernen in Familie, Krippe und Kindergarten.
Stuttgart: Kohlhammer.

Hauser

2013. 216 Seiten. Kart. € 26,90
ISBN 978-3-17-021975-5

Eine 2., überarbeitete Auflage erscheint in 2016

Aus dem Vorwort der Herausgeberin und der Herausgeber

Im vorliegenden Band „Spielen – Frühes Lernen in Familie, Krippe und Kindergarten“ beschreibt der bekannte Spiel- und Bildungsforscher Bernhard Hauser die herausragende Bedeutung des Spielens für die Entwicklung in der frühen Kindheit. Das Buch stellt einen inspirierenden und empirisch gut begründeten Gegenentwurf zur aktuell zu beobachteten Verschulung der Elementarpädagogik dar. Aus der wichtigen Erkenntnis, dass eine aufgeklärte demokratische Gesellschaft Bildung und Bildungsinhalte ihren Kindern von Anfang an zuteilwerden lassen muss, haben viele Bildungsforscher und -planer leider die unsägliche Konsequenz gezogen, dass die Art und Weise der schulischen Bildung einfach auf den Elementarbereich übertragen werden könne. Dem setzt Bernhard Hauser mit seinem eingängig geschriebenen Buch ein leidenschaftliches und zugleich wissenschaftlich fundiertes Plädoyer für das kindliche Spielen entgegen, das den eigenständigen Bildungswert des kindlichen Spielens und sein Potenzial für die Elementarbildung vor Augen führt.
Kinder spielen nicht nur für ihr Leben gern, sondern ein entwickeltes Spiel stellt auch den kindgerechten Entwicklungsmotor für das Lernen der so viel beachteten Vorläuferkompetenzen schulischen Lernens dar. Im Buch kommen die Fakten aus einer Vielzahl an empirischen Studien zu Wort, die zeigen, dass ein entwickeltes Spiel ein höchst ertragreiches Lernen ermöglicht. Es ist lustbetontes, intrinsisch motiviertes Lernen, das auch Anstrengungen positiv empfinden lässt. Die entwicklungspsychologischen Hintergründe werden anschaulich erläutert und gezeigt, wie Kinder in den vielfältigen Spielformen wie Bewegungs-, Funktions-, Rollen-, Regel- und Konstruktionsspielen sich wichtige soziale, sprachliche, geistige und emotionale Fähigkeiten aneignen. Das Buch schlägt auch einen Bogen zu den familiären und institutionellen Bedingungen, wie Eltern und Elementarpädagoginnen und -pädagogen das kindliche Spielen fördern, aber auch beeinträchtigen können. Ein informatives und inspirierendes Buch über das kindliche Spiel und seinen faszinierenden Schatz für eine frühkindliche Bildung und Erziehung, die Kindern ihre Zeit zum entwicklungsförderlichen Spielen eröffnet.

Münster, Freiburg und Heidelberg im Januar 2013
Manfred Holodynski, Dorothee Gutknecht und Hermann Schöler

Jörn Borke & Heidi Keller (2014).
Kultursensitive Frühpädagogik.
Stuttgart: Kohlhammer.

Borke

2014. 146 Seiten. Kart. € 24,90
ISBN 978-3-17-022120-8

Aus dem Vorwort der Herausgeberin und der Herausgeber

Im vorliegenden Band „Kultursensitive Frühpädagogik“ wird ein vielfach nachgefragter frühpädagogischer Ansatz vorgestellt, der den Umgang mit kultureller Vielfalt in den Kindertageseinrichtungen (Kitas) zum Gegenstand hat und in die Bildungsangebote einbezieht. Bei mittlerweile 35 % Kindern mit Migrationshintergrund in den KiTas ist ein offenkundiges Spannungsfeld zwischen den kulturspezifischen Erziehungserwartungen entstanden, die Eltern mit und ohne Migrationshintergrund an die KiTa herantragen und die KiTa-Fachkräfte in ihrer pädagogischen Arbeit vertreten. Dieses Spannungsfeld wird in dem Band kritisch reflektiert und Lösungen in Richtung auf einen kultursensitiven Umgang vorgeschlagen. Der Autor Jörn Borke hat als Leiter der Babysprechstunde an der Universität Osnabrück einen umfassenden Einblick in die Erziehungssorgen von Eltern, die sich gerade auch aus der kulturellen Vielfalt ergeben, und Heidi Keller hat als international renommierte Wissenschaftlerin im Bereich der Kultur- und Entwicklungspsychologie maßgeblich zu unserem heutigen differenzierten Verständnis über kulturspezifische Erziehungsziele und -praktiken beigetragen. Ihr kultursensitiver Ansatz erlaubt es, nicht nur das menschliche Grundbedürfnis nach Autonomie, das in westlichen Industrieländern vor allem wertgeschätzt wird, sondern auch das ebenso menschliche Grundbedürfnis nach Verbundenheit in den Blick zu nehmen und ihre jeweils kulturspezifischen Legierungen klarer identifizieren zu können.
Ein großes Verdienst dieses Buches ist es, die in der (Früh-)Pädagogik favorisierten Ansätze und bildungspolitischen Rahmenvorgaben für die KiTa-Arbeit auf ihre impliziten kulturpsychologischen Vorannahmen kritisch zu hinterfragen und praktikable Möglichkeiten der Öffnung und Erweiterung in Richtung auf eine kultursensitive Pädagogik anzubieten. Dazu werden anhand von prototypischen Situationen des KiTa-Alltags Handlungsalternativen für einen kultursensitiven Umgang mit Kindern und Eltern beschrieben und auch konkrete kultursensitive Bildungsangebote vorgestellt.
Die „Kultursensitive Frühpädagogik“ kann Fachkräften ebenso wie Eltern helfen, das Spektrum an kulturspezifischen Erziehungsvorstellungen und -erwartungen von Eltern und kulturspezifischen Verhaltensweisen ihrer Kinder in der KiTa besser verstehen und einordnen zu können. Dadurch kann sowohl der Kontakt mit den Eltern erleichtert als auch die Bereitschaft von Eltern erhöht werden, sich auf einen Dialog mit den KiTa-Fachkräften einzulassen. Eine kultursensitive pädagogische Arbeit kann an die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Kinder passgenauer anknüpfen und im Sinne der aktuell auch diskutierten inklusiven Bildung einen erfolgreichen Start in das Bildungssystem eröffnen.

Münster, Freiburg und Heidelberg, im Frühjahr 2014
Manfred Holodynski, Dorothee Gutknecht und Hermann Schöler

Tim Rohrmann & Christa Wanzeck-Sielert (2014).
Mädchen und Jungen in der KiTa. Körper, Gender, Sexualität.
Stuttgart: Kohlhammer.

Rohrmann

2014. 234 Seiten. Kart. € 27,99
ISBN 978-3-17-022122-2

Aus dem Vorwort der Herausgeberin und der Herausgeber

Kinder sind Mädchen und Jungen – dies ist nicht nur für die persönliche Entwicklung, sondern auch für Bildungsprozesse in Kindertagesstätten von grundlegender Bedeutung. Der vorliegende Band „Körper – Gender – Sexualität“ gibt eine eingängig und kompakt geschriebene Einführung in die körperliche und sexuelle Entwicklung und Erziehung, wie Kinder ihre Identität als Mädchen und Jungen gestalten. Die Sexualpädagogin und Supervisorin Christa Wanzeck-Sielert, Lehrbeauftragte an der Universität Flensburg, und der Diplompsychologe und Genderforscher Dr. Tim Rohrmann, Professor an der Ev. Hochschule Dresden, haben ihr Expertenwissen und ihre langjährigen Praxiserfahrungen zu einer inspirierenden Synthese von wissenschaftlicher Fundierung und praxisbezogenen Anregungen vereinigt. Sie geben eine differenzierte Orientierung in den doch atemberaubenden Umwälzungen, die sich in den gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und erzieherischen Vorstellungen zur Körper-, Gender- und Sexualentwicklung in den letzten 50 Jahren vollzogen haben. Die Autoren erarbeiten ein reflektiertes Verständnis davon, wie die Kindertagesstätte zu einem lebendigen Sozialisationsraum für die geschlechtsbezogene Entwicklung von Kindern werden kann und wie sich die weiblichen und männlichen Fachkräfte in ihrem Selbstverständnis und ihrer erzieherischen Haltung positionieren können. Dazu werden hilfreiche Anregungen zur Reflexion der eigenen Biographie und der Rolle als Frau bzw. Mann in der pädagogischen Arbeit mit Kindern gegeben, eigene Verunsicherungen produktiv zu überwinden. Eine lesenswerte Integration von wissenschaftlicher Fundierung, pädagogischer Verortung und praxisbezogenen Anregungen.

Münster, Freiburg und Heidelberg im Januar 2015
Dorothee Gutknecht, Hermann Schöler und Manfred Holodynski

Rainer Dollase (2015).
Gruppen im Elementarbereich.
Stuttgart: Kohlhammer.

Dollase

2015. 197 Seiten. Kart. € 24,99
ISBN 978-3-17-021391-3

Aus dem Vorwort der Herausgeberin und der Herausgeber

Kinder sind Mädchen und Jungen – dies ist nicht nur für die persönliche Entwicklung,
sondern auch für Bildungsprozesse in Kindertagesstätten von grundlegender
Bedeutung. Der vorliegende Band „Körper – Gender – Sexualität“ gibt eine
eingängig und kompakt geschriebene Einführung in die körperliche und sexuelle
Entwicklung und Erziehung, wie Kinder ihre Identität als Mädchen und Jungen
gestalten. Die Sexualpädagogin und Supervisorin Christa Wanzeck-Sielert, Lehrbeauftragte
an der Universität Flensburg, und der Diplompsychologe und Genderforscher
Dr. Tim Rohrmann, Professor an der Ev. Hochschule Dresden, haben
ihr Expertenwissen und ihre langjährigen Praxiserfahrungen zu einer inspirierenden
Synthese von wissenschaftlicher Fundierung und praxisbezogenen Anregungen
vereinigt. Sie geben eine differenzierte Orientierung in den doch atemberaubenden
Umwälzungen, die sich in den gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und
erzieherischen Vorstellungen zur Körper-, Gender- und Sexualentwicklung in den
letzten 50 Jahren vollzogen haben. Die Autoren erarbeiten ein reflektiertes Verständnis
davon, wie die Kindertagesstätte zu einem lebendigen Sozialisationsraum
für die geschlechtsbezogene Entwicklung von Kindern werden kann und wie sich
die weiblichen und männlichen Fachkräfte in ihrem Selbstverständnis und ihrer
erzieherischen Haltung positionieren können. Dazu werden hilfreiche Anregun-
gen zur Reflexion der eigenen Biographie und der Rolle als Frau bzw. Mann in der
pädagogischen Arbeit mit Kindern gegeben, eigene Verunsicherungen produktiv
zu überwinden. Eine lesenswerte Integration von wissenschaftlicher Fundierung,
pädagogischer Verortung und praxisbezogenen Anregungen.

Münster, Freiburg und Heidelberg im Januar 2015
Dorothee Gutknecht, Hermann Schöler und Manfred Holodynski

Georg Peez (2015). Kinder zeichnen, malen und gestalten.
Kunst und bildnerisch-ästhetische Praxis in der KiTa.
Stuttgart: Kohlhammer.

Peez

2015. 187 Seiten. Kart. € 34,99
ISBN 978-3-17-028731-0

Aus dem Vorwort der Herausgeberin und der Herausgeber

Mit dem Band „Kinder zeichnen, malen und gestalten“ erklärt der renommierte Kunstpädagoge, Professor am Institut für Kunstpädagogik der Goethe-Universität Frankfurt am Main, dem Leser auf inspirierende Weise die Kunst und die bildnerisch-ästhetische Praxis in der KiTa, ein für die Frühe Bildung so wichtiges Thema. Von den einen als Malen und Basteln belächelt, von anderen als selbstbildende Heilsquelle verklärt, zeichnet Georg Peez ein faszinierendes und vielsagendes Bild, welche entwicklungspsychologische Bedeutung das Malen, Zeichnen und Gestalten für Kinder einnehmen kann und wie pädagogische Fachkräfte in der KiTa dazu beitragen können, dieses Potenzial mit den Kindern zu erschließen. Malen, Zeichnen und Gestalten beinhalten für Kinder nicht nur ein Ausprobieren im Material, sondern immer auch eine Kommunikation ihrer Beziehung zur Welt und zu den eigenen Erlebnissen in ihr. Malen, Zeichnen und Gestalten mit Kindern verkörpern und ermöglichen eine Begegnung und ein Mitfühlen mit ihren persönlichen Realitätsverarbeitungen. Den Leserinnen und Lesern dieses Potenzial bildnerisch-ästhetischer Praxis in fundierter und anschaulicher Weise nahezubringen, ist das große Verdienst des vorliegenden Bandes.
Wesentliche Erkenntnisse zur bildnerisch-ästhetischen Entwicklung vom Säugling bis zum Zehnjährigen werden vom Autor informativ und kompetent zusammengetragen und vor dem Hintergrund aktueller Modelle der bildnerischen Entwicklung diskutiert. Dabei dient ihm die Kinderzeichnung von den ersten Kritzelzeichnungen bis zum verschachtelt gezeichneten narrativen Plot als kristalliner Kern, an dem sich die Entwicklung der bildnerischen Gestaltungsfähigkeiten von Kindern veranschaulichen lässt.
Professionalität in der bildnerisch-ästhetischen Bildung benötigt auch eine Kenntnis bestehender Diagnoseverfahren, angefangen bei standardisierten Zeichentests bis zu qualitativen Analysen von Kinderzeichnungen. Dieses Spektrum an Verfahren wird instruktiv und übersichtlich vorgestellt, wie die pädagogische Fachkraft zu einer Einschätzung der bildnerisch-ästhetischen Fähigkeiten eines Kindes kommen kann, um darauf aufbauend entwicklungsförderliche Anregungen und Angebote zu planen und zu gestalten.
Darüber hinaus nimmt Georg Peez die Leser und Leserinnen mit auf eine inspirierende Reise zu Fragen, was Kreativität sei, ob Kinder schon „Künstler“ seien, wie mit Anforderungen von Inklusion und kultureller Vielfalt umgegangen werden kann und wie sich Sexualität in Kinderzeichnungen ausdrückt. Eingängig sind auch die Erläuterungen und Anregungen, bildnerisch-ästhetische Praxis nicht nur auf die Praxis in der KiTa zu beschränken, sondern durch den Besuch von Museen und Ausstellungen den Kindern auch die Welt der Ästhetik und Kunst nahezubringen.
Georg Peez hat mit diesem Buch ein eindrucksvolles Lehrbuch zur bildnerisch-ästhetischen Bildung vorgelegt, von dem wir hoffen und wünschen, dass es den ihm gebührenden Status eines Standardwerkes für die bildnerisch-ästhetische Bildung erhalten möge.

Münster, Freiburg und Heidelberg im Juni 2015
Dorothee Gutknecht, Hermann Schöler und Manfred Holodynski

Barbara Methfessel, Kariane Höhn & Barbara Miltner-Jürgensen (2016). Essen und Ernährungsbildung in der KiTa. Entwicklung – Versorgung – Bildung. Stuttgart: Kohlhammer.

methfessel

2016. 311 Seiten. Kart. € 39,–
ISBN 978-3-17-028602-3

Aus dem Vorwort der Herausgeberin und der Herausgeber

Der vorliegende Band Essen und Ernährungsbildung in der KiTa – von Anfang an befasst sich mit einem unerwartet aktuellen Thema, seit KiTas die Hauptverpflegungszeiten auch schon für die jüngeren Kinder abdecken und damit für ihre gesunde Ernährung und Esskultur verantwortlich geworden sind. »Hausmannskost und nicht so viel Süßes« reichen als Leitlinien nicht aus – jedenfalls nicht in einer Gesellschaft, die Kindern ein schier unermessliches Angebot an verlockenden Nahrungsmitteln und Essstilen aufdrängt. Kinder lernen nicht nur, was sie gern essen und was sie ekelig finden, sondern auch, wie sie essen – nebenbei und in Hektik oder in Muße und gemeinschaftlicher Runde. Professionalität der KiTa-Arbeit ist mehr als ein intuitives Bemühen um gesunde Ernährung. Sie besteht in einer reflektierten Praxis in Bezug auf die Bildung und Erziehung einer gesundheitsförderlichen Esskultur. Studien zeigen nachdrücklich, wie diese frühen Erfahrungen in Elternhaus und KiTa das Essverhalten der Kinder prägen und Weichen für ein gesundheitsförderliches oder -abträgliches Essverhalten stellen.
Das vorliegende Buch setzt für diese zentrale Herausforderung an die KiTa- Arbeit Standards. Hier wird erstmals der Stand der Forschung für eine gelingende Pflege, Erziehung und Bildung im Bereich Essen und Ernährung in systematischer Weise aufbereitet und zusammengestellt. Auf dieser wissenschaftlichen Basis geben die Autorinnen fundierte Empfehlungen für die Ernährungsbildung in der KiTa und den Umgang mit den Produkten der Lebensmittelindustrie. Damit bieten sie nicht nur für die Leitungs- und Fachkräfte vor Ort eine grundlegende Orientierung, sondern erläutern auch für Trägervertreter den rechtlichen Rahmen und das administrative Qualitätsmanagement. Die vier Autorinnen sind ausgewiesene Expertinnen auf dem interdisziplinären Feld der mit Essen und Nahrung befassten Disziplinen: Barbara Methfessel und Ulrike Arens-Azevêdo sind Diplom-Ökotrophologinnen, Kariane Höhn ist Diplom- Sozialpädagogin, Barbara Miltner-Jürgensen ist Diplom-Biologin und Fachfrau für Kinderernährung (BeKi). Sie alle haben in ihren beruflichen und fachlichen Tätigkeiten mit der Ernährungsbildung in Kindheit und Jugend zu tun. Diese interdisziplinäre Zusammensetzung hat es dem Team ermöglicht, Inhalte, die bislang verstreut in den einzelnen Disziplinen erarbeitet wurden, systematisch zusammenzuführen. Es bleibt zu wünschen, dass dieses Lehrbuch den ihm angemessenen Platz als ein interdisziplinäres Grundlagenwerk in Ausbildung und Studium, Fortbildung und Weiterbildung von pädagogischen Fachkräften erhält.

Münster, Freiburg und Heidelberg im November 2015
Manfred Holodynski, Dorothee Gutknecht und Hermann Schöler